Alessandro Ciciliati - instrumentenbilder

Alessandro Ciciliati wird 1959 in Ferrara geboren.

Seine Leidenschaft für die Kunst führt ihn zu einem Magisterdiplom an der Kunstakademie in Ferrara und 1982 zum Kontrabassdiplom am Konservatorium "G. Frescobaldi". Während des Kontrabassstudiums hat er das Glück, den berühmten Geigenbaumeister Ivano Coratti kennenzulernen, bei dem er in vier Jahren mit Präzision die Konstruktionstechniken der Streichinstrumente erlernt und sich die wichtigsten Restaurierungstechniken aneignet. Später nimmt er an nationalen und internationalen Wettbewerben teil, bei denen er jedesmal einen Preis erhält. Die immer größere Wertschätzung bei Sammlern und Musikern hat dazu geführt, daß nach nunmehr dreißig Jahren beruflicher Aktivität viele seiner Schüler seinen persönlichen und leicht wiedererkennbaren Stil in ihren jeweiligen Heimatländern verbreiten. Alessandro Ciciliati nimmt an den bedeutenden Ausstellungen in Tokio, Paris und Frankfurt teil. Seine Instrumente erreichen auf englischen und amerikanischen Auktionen schmeichelhafte Ergebnisse. Zur Zeit arbeitet er sowohl in Italien (Ferrara) als auch in Deutschland (Köln), wo er die Violin Expo Cologne, eine der größten europäischen Ausstellungen für alte und moderne Streichinstrumente und Bögen, unterstützt. Seine Erfahrungen mit Deutschland, auch dank der Freundschaft mit Jost Thöne, Jan Röhrmann, dem Bogenbauer Alfredo Clemente und dem Geigenbauer Johannes Loescher, zeigen, wie sehr der Stil der Ferrareser Schule auch in diesem Teil Europas geschätzt wird.

Die traditionsreiche und geschichtlich bedeutende Stadt Ferrara hat in den letzten Jahrhunderten große Geigenbauer Persönlichkeiten wie Luigi und Giuseppe Marconcini, Alessandro Mezzadri und Ettore Soffritti hervorgebracht. Sie haben einen unverkennbaren stilistischen Ausdruck im Geigenbau geprägt, der in aller Welt große Wertschätzung erfährt.

Zwanzig Jahre nach dem Tod des letzten Vertreters der "Ferrareser Schule" widmet Alessandro Ciciliati sich der Wiederbelebung ihrer Tradition und konzentriert sich auf die Erzeugung von Produkten, die die Faszination des Stiles der Vergangenheit wiederaufleben lassen und zugleich den Bedürfnissen des modernen Musikers entsprechen. Alessandro Ciciliati bevorzugt die Modelle der Ferrareser Schule von Ettore Soffritti, dem er sich als direkter Nachfolger verbunden fühlt. Seine kontinuierliche Forschung (in Zusammenarbeit mit international bekannten Geigenbauern) im Bereich der Akustik hat zur Entwicklung eines regelrechten rationalen Konstruktionsprinzips geführt, das als Konstante einen kraftvollen und zugleich weichen und tragenden Klang zum Ergebnis hat. Dank der besonderen Aufmerksamkeit bei der Wahl des Holzes (durchschnittlich 15-25 Jahre gelagert), der Pflege der Details (zum Beispiel der Schneckenwindungen, der Einlagespitzen, des Schnittes der ff-Löcher, der Verrundung und des weichen Schwungs der Ränder und Ecken, und der akustischen Qualitäten mit ihrem starken Charakter) wie auch der Ausdruckskraft von Form und Lack werden seine Arbeiten besonders im Ausland von bedeutenden Orchestern und Kammerensembles geschätzt.

video

video